Gedenken an NSU-Opfer Mehmet Turgut in Rostock

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Der türkische Imbissverkäufer Mehmet Turgut wurde am 25. Februar 2004 von den Neonazis des NSU in Rostock ermordet.

Rund 120 Menschen trafen sich gestern, am Samstag, anlässlich des 13-jährigen Todestages von Mehmet Turgut zu einer Gedenkveranstaltung am Rostocker Mahnmal im Stadtteil Toitenwinkel. Der türkische Imbissverkäufer wurde am 25. Februar 2004 mutmaßlich vom sogenannten Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) erschossen. „Dem Vergessen aller zehn NSU Mordopfer wollen wir heute mit unserer Gedenkveranstaltung entgegentreten. Gedenken heißt für uns alle … bei den Opfern inne zu halten, ihnen Namen, Gesicht und Geschichte zurück zu geben. Sie als Menschen in den Blick zu nehmen, sich an ihre Seite und die der Angehörigen zu stellen“, sagte Rostocks Bürgerschaftspräsident Wolfgang Nitzsche (DIE LINKE). Dabei setzt die Gedenkveranstaltung, so Nitzsche, in „konsequenter Solidarität mit allen Betroffenen rechter Gewalt“ ein „Zeichen gegen rassistischen Terror“. 

Wenige Stunden vor dem Gedenken hatten in der Nacht zu Samstag unbekannte Täter das Turgut-Mahnmal im Neudierkower Weg mit schwarzer Farbe beschmiert. Dazu erklärte Sozialsenator Steffen Bockhahn (DIE LINKE): „Die Hansestadt Rostock hat sofort gehandelt. Danke an die Feuerwehr und eine Spezialfirma. Die Gedenkstätte ist gereinigt.“ 

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