Warnow Ufer wird saniert

umweltskandal warnow rostock

Endspurt bei der Sanierung des Warnow-Ufers nördlich der Petribrücke in Rostock. Foto: R. Hartig

Wer in Rostock nördlich der Petribrücke mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs ist, kann die jahrzehntelang geduldeten Umweltsünden auf dem ehemaligen Betriebsgelände des VEB Bitumenverarbeitung, vormalig Riedelsche Dachpappenfabrik, mit der Nase erahnen. Es stinkt nach Teer und Benzin. Betroffen ist der Untergrund im ufernahen Bereich der Warnow. Auf dem Gelände wurden bis zur Wende unter anderem Dachpappen, Fugenvergussmasse und Dachanstriche hergestellt. Dabei kamen Teeröle und Bitumen zum Einsatz. Durch Havarien gelangten die Schadstoffe ins Erdreich. Die Sanierung der Altlast soll jetzt dauerhaft verhindern, dass Schadstoffe aus dem Boden über das Grundwasser in die Warnow gelangen. Bis Oktober 2017 werden fast 30 000 Kubikmeter Boden entsorgt und mit sauberen Erdreich wieder aufgefüllt. Kosten: 5 Millionen Euro, getragen vom Land. Unter Federführung eines Architekturbüros soll auf dem alten Industrie-Areal das so genannte „Campus Altkarlshof“ mit bis zu 130 Arbeitsplätzen entstehen, wo Ingenieure und Architekten gemeinsam neue Ideen für das Bauen entwickeln. Eröffnung des Campus laut Plan: 2019.

Home | Blog | Kontakt | Impressum © Roland Hartig 2017